Neben der statischen und funktionellen körperlichen Untersuchung braucht die Orthopädie weitere technische Verfahrenm, um Weichteile und Knochen bzw. Gelenke darstellen zu können.
Röntgen:
Die konventionelle Röntgenuntersuchung ist nach wie vor das wichtigste technische Hilfsmittel bei orthopädisch/traumatologischen Erkrankungen. Mit modernen digitalen Röntgenanlagen ist die Strahlenbelastung mittlerweile äußerst gering. Verstärkungsfolien mit einem Verstärkungsfaktor von 200 bei Erwachsenen reduzieren die benötigte Strahlung pro Aufnahme um den Faktor 200 (bei Kindern unter Inkaufnahme einer leichten Abschwächung der Bildschärfe Faktor 400). Tägliche Messungen der Röntgenanlage sind Pflicht und werden von Prüfinstitutionen regelmäßig überwacht. Wir setzen bereits seit dem Jahr 2000 eine voll digitalisierte Direktradiografieanlage ein, die seither ständig auf dem technisch aktuellen Stand gehalten wird und waren damit Vorreiter im ambulanten Versorgungsbereich in Deutschland.
Sonographie:
Die Sonographie (Ultraschall) hat in der Orthopädie ein Haupteinsatzgebiet in der Diagnostik von Entwicklungsverzögerungen und Fehlstellungen der Säuglingshüfte. Bei jedem Säugling ist die Hüftsonografie ein fester Bestandteil der U3 in der 5.-7. Lebenswoche. Zur Diagnostik an Gelenken und Sehnen kann die Sonographie Zusatzinformationen liefern. Da knöcherne Strukturen nicht dargestellt werden können, ist eine Röntgenuntersuchung häufig zusätzlich erforderlich.
Laboruntersuchungen:
Zur Diagnostik vor allem entzündlicher rheumatischer Erkrankungen bedarf es oftmals Untersuchungen des Blutes oder der Gelenkflüssigkeit. Auch Knochenerkrankungen wie die Osteoporose erfordern zur qualifizierten Diagnose und Therapieplanung einer ergänzenden Labordiagnostik.
Kernspintomographie:
Die Kernspintomographie (auch NMR, MRT oder MRI genannt) ist ein mittlerweile unverzichtbares diagnostisches Verfahren, wenn durch bildgebende Untersuchungsverfahren wie Röntgen und Ultraschall keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Dabei wird der Körper Magnetfeldern mit schnell wechselnder Stärke ausgesetzt. Dadurch werden die Wasserstoffatome des Körpers zu Schwingungen angeregt. Die elektromagnetischen Felder dieser Schwingungen werden gemessen und in ein Schichtbild umgesetzt. Die jeweiligen Schichtebenen können je nach Bedarf im Rechner definiert werden. Hiermit können hervorragend Weichteilveränderungen mit hoher Auflösung dargestellt werden. Die Kernspintomogrphie ist ein sehr sensibles Verfahren, mit dem auch kleinste Veränderungen entdeckt werden können.
Wir setzen das Verfahren ein bei:
• unklaren Gelenkbeschwerden
• bei nicht eindeutiger Symptomatik vor Operationen
• Wirbelsäulenbeschwerden ohne Besserung durch konventionelle Verfahren
• Kompressionen des Ischiasnerven
• Weichteilprozessen die nicht eindeutig zugeordnet werden können.
Wichtig:Wir können Kernspintomographien nur gegen Privatrechnung (Private Krankenkassen, Berufsgenossenschaften) durchführen.
Knochendichtemessung (Osteodensitometrie):
Die Osteoporose kann mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnet werden. Dank der heutigen Technik kann schon ein beginnender Knochenabbau früh erkannt werden. An einem modernen Gerät bieten wir Ihnen die Knochendichtemessung mittels der sehr verläßlichen DXA-Methode, denn wir beugen lieber den Knochenbrüchen vor, als dass wir sie behandeln!